|
JUL - Weihnachten - Wintersonnwende Am 21. Dezember ist der kürzeste Tag des Jahres, gefolgt von der längsten Nacht. Es ist Wintersonnenwende und das Julfest
wird gefeiert. FĂĽr unsere Vorfahren war das Wintersonnwendfest wahrscheinlich das wichtigste Fest im Jahr.
Der Wunsch nach dem Neubeginn wird durch den Tannenbaum, möglicherweise das Symbol für die Weltenesche, und dem der Brauch grüne Kränze aus Buchsbaum und Tannenzweigen kundgetan. Auch diese „heidnischen“ Bräuche leben noch heute – lediglich in christianisierter Form. Die Zeit des Jahreskreisfestes Jul dauert bis zum 6. Januar – insgesamt zwölf Nächte lang - die so genannten Rauhnächte. Es ist noch heute Brauch die Hauser und Ställe mit Rauch zu reinigen, also auszuräuchern. Ein alter Brauch in den Julnächten ist das Verbrennen des Julscheites. Dabei wird am Jultag ein Holzstück in den Kamin verbrannt, welches noch in den 12 Rauhnächten glühen sollte. Im Frühjahr wird dann diese Asche auf die Felder ausgebracht, wodurch man sich eine gute Ernte erhofft. Nach Überlieferung alter Geschichten sind in diesen zwölf Nächten seltsame Gestalten, wie zB die berühmte Frau Perchta, unterwegs. Sie kommt in diesen Nächten um sich ein Bild darüber zu machen, wer übers Jahr fleißig oder auch faul war. Durch das Märchen der Gebrüder Grimm ist Frau Perchta auch unter dem Namen Frau Holle bekannt geworden. In skandinavischen Ländern zeigen sich bis heute die keltischen Wurzeln in der Benennung dieses Festes – noch heute gilt der Name „Jul“ und an vielen Orten wird der Julbock aufgestellt. Ein ähnlicher Brauch wie das „wichteln“ findet man darin, dass die Geschenke oftmals beim "Julklappen" verteilt werden.
Wir wĂĽnschen Euch eine stille und gesegnete Zeit!
|